Das Festgeldkonto ist eine Möglichkeit das Guthaben auf einem Konto über einen längeren Zeitraum für einen festen Zinssatz verzinsen zu lassen. Die Zinsen bei einem Festgeldkonto sind höher als die bei einem Tagesgeldkonto, da die Kreditinstitute die Möglichkeit haben die Einlagen über einen längeren Zeitraum mit einzuplanen und gewähren aus diesem Grund einen höheren Zinssatz.

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Die Festgeldzinsen liegen zwischen 1,00 % und 4,00 % p.a.. Hierbei sollte der Kunde jedoch die verschiedenen Kreditinstitute miteinander vergleichen, um herauszufinden welches Kreditinstitut den lukrativsten Festgeldzins anbietet. Der Vorteil des Festgeldkontos ist, dass der Zins über den gesamten Anlagezeitraum fix ist.

Anlagezeitraum bei Festgeld bindend

Die Laufzeiten von Festgeldkonten variieren zwischen Woche, Monaten und Jahren. Die wenigsten Kreditinstitute bieten Laufzeiten von einer Woche an, die meisten Kreditinstitute bieten Laufzeiten ab 3 Monaten an. Zudem bieten die wenigstens Kreditinstitute Laufzeiten bis zu 10 Jahren an. Es kann also festgehalten werden, dass die Laufzeiten zwischen 3, 6, 9, 12, 24, 36, 48 oder 60 Monaten liegen.

Die Laufzeiten werden bei Kontoeröffnung vereinbart und können nicht verändert werden. Dies bedeutet, wenn der Kunde mit der Bank vereinbart eine Kreditsumme für 12 Monate festzulegen, ist es für den Kunden nicht möglich vorher an sein Geld zu kommen. Im Gegensatz zu dem Tagesgeldkonto haben die Anleger nicht die Möglichkeit jederzeit auf das Guthaben des Festgeldkontos zuzugreifen und müssen bis zum Ende der Laufzeit warten.

Zusätzlich zur festgelegten Laufzeit wird auch von vornherein die Anlagesumme festgelegt.
Die meisten Festgeld-Anbieter verlangen eine Mindestanlagesumme, aber meistens jedoch keine Höchstanlagesumme. Ausnahmen betreffen häufig Anlagesummen bis zu 1.000.000 Euro oder 10.000.000 Euro. Hier bestimmt entweder die Bank von vornerein das dies nicht möglich ist oder der Anleger kann mit der Bank eine Vereinbarung diesbezüglich treffen.

Informieren über Einlagensicherung des Kreditinstituts

Zur eigenen Sicherheit und die der Anlagesumme sollten Anleger sich im Voraus darüber informieren wie das Kreditinstitut die Anlage sichert. Hierbei können Anleger darauf achten ob das Kreditinstitut dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken angeschlossen ist. Hier können Anleger erfragen, in welchem Umfang Einlagenschutz für das Festgeld gewährleistet ist.
Kreditinstitute die nicht dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken angeschlossen sind bergen für Anleger das Risiko, dass im Falle einer Krise die Anleger ihr Geld erst sehr spät zurück erhalten.

Aufteilung auf mehrere Festgeldkonten

Wer sich überlegt ein Festgeldkonto zu eröffnen, sollte sich darüber im Klaren sein, dass dieses Guthaben für einen längeren Zeitraum nicht zur Verfügung steht und somit auch für den Anleger Einschränkungen bedeutet. Zwar hat das Festgeldkonto den Vorteil fixe Zinsen zu gewähren, aber als Nachteil, dass auf das Guthaben nicht zugegriffen werden kann über den gesamten Zeitraum. Aus diesem Grund können Anleger sich überlegen, nicht nur eine Anlagesumme in einem Festgeldkonto anzulegen sondern auch in einem flexibleren Tagesgeldkonto. Dort werden zwar niedrigere Zinsen angeboten, aber das Guthaben wird verzinst und der Anleger hat die Möglichkeit jederzeit darauf zuzugreifen.