Das Tagesgeldkonto ist eine flexible Möglichkeit das Guthaben auf dem Konto verzinsen zu lassen. Jedoch sollte hierbei bedacht werden, dass ein langfristiger Vermögensaufbau nicht möglich ist. Dies liegt daran, dass der Anleger täglich und jederzeit über das Guthaben auf dem Konto verfügen kann, d.h. jederzeit Geld darauf einzahlen oder auch abheben. Dies gibt den Kreditinstituten nicht die Möglichkeiten langfristig die Einlagen einzuplanen und dadurch werden, im Vergleich zu langfristigen Spareinlagen, nur niedrige Zinsen angeboten. Der Durchschnittszinssatz für das Tagesgeld liegt derzeit bei rund 1,5 Prozent.

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Ein Referenzkonto für das Tagesgeldkonto

Das Tagesgeldkonto besitzt jedoch keine Zahlungsfunktion. Aus diesem Grund wird bei Eröffnung eines Tagesgeldkontos von dem Kunden ein Referenzkonto angegeben, wobei es sich meistens um ein Girokonto bei einem deutschen Kreditinstitut handeln muss. Es können nur Überweisungen auf das Referenzkonto von dem Tagesgeldkonto getätigt werden. Dies dient zu dem der Sicherheit der Einlagen und verhindert einen unrechtmäßigen Zugriff auf das Tagesgeld. Zudem dient das Tagesgeldkonto dem Vermögenserhalt bzw. dem Inflationsschutz.

Variabler Tagesgeldzinssatz

Da die Kreditinstitute nicht langfristig mit den Einlagen von Tagesgeldkonten planen können und die Zinsen dadurch niedrig gehalten werden, gibt es ihnen auch die Möglichkeit die Tagesgeld Zinsen täglich neu festzulegen. Deswegen wir bei den Zinsangaben auch darauf hingewiesen, dass diese variabel sind. Grundsätzlich orientieren sich die Kreditinstitute bei ihren Zinsentscheidungen am Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB). Wenn sich dieser auf einem hohen Niveau befindet, werden auch die Zinsen für das Tagesgeld erhöht oder entsprechend herabgesetzt. Die Zinsgutschrift variiert von Kreditinstitut zu Kreditinstitut und findet entweder monatlich, zum Quartalsende, also vierteljährlich oder zum Jahresende statt.

Keine Mindesteinlagesumme

Für das Tagesgeldkonto wird häufig keine Mindesteinlagensumme gefordert, wodurch das eingezahlte Guthaben bereits ab dem ersten Cent verzinst wird. Allerdings können die einzelnen Tagesgeldkonten-Anbieter eine Höchsteinlagensumme festlegen bzw. kann diese mit dem Kreditinstitut abgestimmt werden. Dennoch bietet das Tagesgeld Sparern die Möglichkeit ihr Kapital für einen kurzen Zeitraum verzinsen zu lassen, wenn sie sich nicht für eine langfristigen Zeitraum festlegen können und noch auf der Suche sind nach der perfekten langfristigen Sparanlage. Also kann das Tagesgeldkonto als eine kurzfristige Geldanlage angesehen werden.

Sicherheit für Tagesgeld

Außer der Eintrittsschwelle durch einen möglichen Mindestbeitrag, sollte sich der Anleger zudem darüber informieren inwieweit die Einlagen im Falle einer Insolvenz des jeweiligen Kreditinstituts geschützt sind. Hierbei können Anleger darauf achten ob das Kreditinstitut dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken angeschlossen ist. Hier können Anleger erfragen, in welchem Umfang Einlagenschutz für ihr Tagesgeld gewährleistet ist.

Sollten die Einlage auf dem Tagesgeldkonto des Anlegers nicht über den Einlagensicherungsfonds geschützt sein, greifen in jedem europäischen Land auf EU-Recht basierende staatliche Einlagensicherungssysteme. Jedoch wird in dem Fall nur die europäische Richtlinie der Höhe der Mindesteinlagensicherung festgelegt, welche nur 20.000 Euro beträgt. Deutschland gehört zu den Ländern die nicht mehr dazu zahlen. Dies bedeutet für Anleger, die über ein Tagesgeldkonto bei einem ausländischen Kreditinstitut nachdenken, dass sie die Sicherungssysteme des jeweiligen Landes prüfen, da sich letztlich die Sicherungsgrenzen von Land zu Land unterscheiden.